Gemeinde Zwoenitz
Donnerstag, 29. September 2016 - 10:21 Uhr

Gemeinde Zwoenitz

Die katholische Pfarrei „St. Peter und Paul“, zum Dekanat Zwickau gehörend, erstreckt sich im oberen Zwönitztal über die Orte Zwönitz, Thalheim, Gornsdorf, Meinersdorf, Burkhardtsdorf, Hormersdorf, und Auerbach mit ihren jeweiligen Ortsteilen.
Im Gebiet leben knapp 30.000 Menschen. Davon gehören zur Zeit etwa 820 zur katholischen Pfarrei „St. Peter und Paul“ Zwönitz.

 

 

Zur Geschichte:
Bis zur Reformation gab es im Gebiet mindestens sieben katholische Kirchen. Von der bis 1687 bestehenden Zwönitzer Kirche „St. Peter und Paul“ wurde das Patrozinium für unsere heutige katholische Pfarrei übernommen.

 

Nach der Einführung der Reformation 1539 erlosch das katholische Leben in unserem Gebiet und erst ab 1820 begann eine Wiedereinrichtung katholischer Gemeinden  >>  Zwickau 1820,  Annaberg 1844, Aue 1915/16. Ab 1843 erfolgten mehrere Missionsdienste im Erzgebirge (1860 in Schwarzenberg, 1918 in Lauter).

 

Einige Zuzüge nach dem 1. Weltkrieg aus Bayern und dem Rheinland ermöglichten erste katholische Gottesdienste. Erster offizieller Gottesdienst fand in der Zwönitzer Friedhofskappelle (St. Trinitais) am 24.04.1924 mit Pfarrer Wenke statt.
Ein weiterer, starker Anstieg von katholischen Christen erfolgte durch Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten ab 1945.

 

Erster Gottesdienst in der  evangelischen St. Blasius-Kapelle 1943 mit dem Flüchtlingsseelsorger Domkapitular Dr. Frotz. Durch die große Zahl von Gottesdienstbesuchern waren ständig zwei Gottesdienste notwendig, denn die St. Blasius-Kapelle faßte oft nicht die Besucher.
Mutterpfarrei war damals die Pfarrei „Mater Dolorosa“ Aue. Ab 1947 wurde die Gemeinde durch einen Kaplan betreut. Am 26.02.1949 wurde Zwönitz Lokalkaplanei und Kaplan Friedrich Fröhlich ständiger Seelsorger.
1951 konnten zur weiteren religiösen Entfaltung Gemeinderäume in der Bahnhofstraße gemietet und eingerichtet werden. Am 01.06.1956 erfolgte die Ernennung zur Pfarrvikarie. Gemeindemitglieder aus Zwönitz und Lößnitz hatten in ihrer Freizeit in Lößnitz für dortige Katholiken einen Raum als Kapelle ausgebaut, welcher schließlich am 26.05.1958 als „St. Elisabeth-Kapelle“ (heute zu Aue) geweiht werden konnte. Der Wunsch nach einem eigenen, würdigen Kirchraum ließ sich 1965 in einem alten Gebäude am Mühlberg verwirklichen. Ca. 11000 Stunden freiwilliger Arbeit und zahlreicher Spenden von Baumaterial unserer Gemeindemitglieder waren notwendig, um diese Notkapelle zu errichten. Der erste Gottesdienst fand dort am 29.06.1966 statt, die Weihe erfolgte am 01.09.1966 durch Herr Bischof Dr. Spülbeck. Die Erhebung zur Pfarrei erfolgte am 01.09.1967, erster Pfarrer wurde der damalige Pfarrvikar, Alexander Biedermann, welcher den, für die Stadt damals einmaligen, freiwilligen Arbeitseinsatz leitete. Erster Kirchenrat 1967, erster Pfarrgemeinderat 1969.

 

Nach der politischen Wende konnte 1993 mit Unterstützung des Bonifatiuswerkes auf eigenem Grundstück die neue Pfarrkirche „St. Peter und Paul“  mit Gemeindezentrum, Pfarrwohnung und Pfarramt errichtet werden.

- Erster Spatenstich 18.09.1993
- Grundsteinlegung 20.11.1993
- Weihe am 23.05.1994 durch Herrn Bischof Reinelt

2004 wurde die bis dahin eigenständige Pfarrei in Zwönitz und die Pfarrei „Heilig Geist“ Thalheim (seit 1972 Pfarrei) aufgrund einer Strukturreform zu einer neuen Pfarrei vereint. Die Thalheimer Kirche wurde am 10.05.1956 geweiht.

Die meisten sakralen Gegenstände der Inneneinrichtung stammen von Zwönitzer Volkskünstlern. Der Altarraum wurde 1999 von Frau Benedikta Paulig gestaltet.

Die Gemeinde unterhält seit 1995 Beziehungen zum katholischen Studentenwohnheim "Petrium" in Brünn (Tschechien) und unterstützt es finanziell.


Frühere Seelsorger der Gemeinde:

» Pfarrer O. Rothstein / Pater Rainer / Kaplan Borrmann
» ab 1947 (Lokal) Kaplan Fröhlich
» ab 1965 Pfarrvikar Biedermann
» ab 1973 Pfarrer Goy» ab 1994 Pfarrer Schöne
» ab 2002 Pfarrer Peukert